Geschichte
Geschichte
Der italienische Fußball entstand aus Amateurvereinen des späten 19. Jahrhunderts, in denen oft Ausländer mitwirkten. In den folgenden Jahrzehnten kamen große Stadien, eine landesweite eingleisige Liga, WM-Titel der Nationalmannschaft und Erfolge der Vereine in europäischen Wettbewerben hinzu. Unten finden Sie eine kurze Chronik, die nur auf gesicherten Daten beruht, und einige Gedanken zu der Stadt, in der sich zwei große Vereine ein Stadion teilen.
Die Chronik ist das Gerüst der Geschichte. Lebendig machen sie die Menschen, die auf die Tribünen kamen und erzählten, was sie gesehen hatten.
Chronik
- 1899
Am 16. Dezember wird der Milan Foot-Ball and Cricket Club gegründet – der spätere AC Mailand. Zu den Gründern gehörten Engländer, darunter Herbert Kilpin.
- 1926
Das als San Siro bekannte Stadion wird eröffnet; offiziell trägt es heute den Namen Giuseppe Meazzas.
- 1929
Die Saison 1929/30 beginnt – die erste Saison der Serie A als landesweite eingleisige Liga.
- 1934
Italien wird zum ersten Mal Weltmeister.
- 1938
Italien gewinnt zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft.
- 1947
Ab diesem Jahr spielen beide Mailänder Vereine im San Siro – der AC Mailand und Inter.
- 1956
Die Zeitschrift France Football stiftet den Ballon d'Or.
- 1963
Der AC Mailand gewinnt erstmals den Europapokal der Landesmeister.
- 1969
Der AC Mailand gewinnt erneut den Europapokal der Landesmeister; den Ballon d'Or erhält Mittelfeldspieler Gianni Rivera.
- 1982
Italien wird zum dritten Mal Weltmeister.
- 2006
Italien holt den vierten Weltmeistertitel.
- 2007
Der AC Mailand gewinnt zum siebten Mal den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb – die Champions League.
Die Stadt der zwei Vereine
Mailand ist eine der wenigen Städte, in denen sich zwei große Vereine seit Jahrzehnten eine Arena teilen. Für Besucher wirkt das ungewöhnlich: Dasselbe Stadion wird abwechselnd rot-schwarz und blau-schwarz, und an Derbytagen teilen sich die Tribünen in zwei Hälften.
Die Nachbarschaft der beiden Vereine hat eine besondere Stadtkultur geprägt. Die Trikotfarben wurden zu Spitznamen – rossoneri und nerazzurri –, und die Spitznamen gingen in die Alltagssprache ein. Anhänger verschiedener Mannschaften wohnen in denselben Straßen, lesen dieselben Zeitungen und streiten in denselben Cafés über Fußball.
Für die Kulturgeschichte ist das ein anschauliches Beispiel dafür, wie Fußball Teil einer Stadt wird: über die Architektur des Stadions, über die Sprache und über Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
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Quellen
- Enzyklopädische Quellen zur Geschichte des italienischen Fußballs
- UEFA – Geschichte der Wettbewerbe
- France Football – Ballon d'Or
- FIFA – Geschichte der Weltmeisterschaften
Historische Angaben beruhen auf enzyklopädischen Quellen und den offiziellen Wettbewerbsgeschichten. Reglements, Stadionnamen und Besuchsbedingungen von Museen ändern sich – prüfen Sie diese auf den offiziellen Websites der Veranstalter.